Prof. Dr. habil Gilles Reckinger, Ethnologe

Viele Bootsflüchtlinge, die über Lampedusa nach Europa kommen, arbeiten als Saisonkräfte auf Orangenplantagen in Kalabrien. Ohne Vertrag verdienen sie für 12–14 Stunden Arbeit nur etwa 25 Euro. Entsprechend katastrophal sind ihre Lebensbedingungen: Viele leben in provisorischen Hütten aus Karton und Plastik, und nach der Ernte fehlt oft das Geld zum Überleben.

In seinem Bericht macht Reckinger diese sklavenähnlichen Zustände öffentlich. Ursachen sind die europäische Migrationspolitik, Preisdruck in der Lebensmittelproduktion und ungerechte Lieferketten, die die schwächsten Glieder – die Erntehelfer – am härtesten treffen.

In seinem Buch Bittere Orangen dokumentiert Prof. Dr. Reckinger die Situation in Rosarno in Süditalien und zeigt Alternativen auf, etwa die Initiative SOS Rosarno (seit 2011). Sie setzt auf fairen Handel: Bauern und Arbeiter werden gerecht bezahlt, und Produkte wie Zitrusfrüchte werden direkt an Bioläden, Konsumgruppen und Privatpersonen verkauft – ohne Zwischenhandel.

Freitag, 8. Mai 19:30 Uhr im Ackerbürgerhaus, Vielser Strasse 8, Salzkotten

Eine Veranstaltung des Eine Welt Kreises Salzkotten

Viele der Bootsflüchtlinge, die über Lampedusa nach Europa kommen, landen als Saisonarbeiter auf den Orangenplantagen in Kalabrien. Die Arbeitsbedingungen sind denkbar schlecht: als Tagelöhner ohne Arbeitsvertrag verdienen sie nur etwa 25 Euro an einem 12-14-stündigen Arbeitstag. Die Folge der schlechten Bezahlung sind schockierende Lebensbedingungen: die meisten leben in Hüttensiedlungen aus Karton und Plastikplanen am Rande der Stadt und nach der Erntesaison, wenn es keine Arbeit gibt, müssen viele von ihnen hungern.

Mit seinem Bericht möchte Reckinger diese sklavenähnlichen Lebensbedingungen der Erntehelfer einem breiten Publikum bekannt machen. Ursache dafür sind die strukturellen Bedingungen der europäischer Migrationspolitik, der Preisdruck in der Lebensmittelproduktion und die Tatsache, dass Misstände die letzten Glieder in der Lieferkette immer  am härtesten treffen. Das sind in diesem Fall die Erntehelfer.

Prof. Dr Reckinger hat diese Zustände in Rosarno in seinem Buch: Bittere Orangen untersucht und dokumentiert sowie die Entstehung  alternativer Vermarktungsmöglichkeiten beobachtet, u.a. die Gründung von SOS Rosarno: Eine Solidaritätskampagne, die 2011 ins Leben gerufen wurde. Hier sind Produktionsketten nach dem Prinzip des Fairen Handels entstanden. Bauern und Erntehelfer erhalten faire Bezahlung. BioLäden, Gruppen solidarischen Konsums und Privatpersonen können die landwirtschaftlichen Produkte, vor allem Zitrusfrüchte, direkt erwerben und so die Ebene des Zwischenhandels umgehen.

Freitag, 8. Mai 19:30 Uhr im Ackerbürgerhaus, Vielser Strasse 8, Salzkotten

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